Neues Hypotheken Modell Umkehrhypotheken






 

In Zeiten von sinkenden Renten hält derzeit ein neues Hypotheken Modell in Deutschland Einzug.

In den USA umgangssprachlich unter dem Namen „Eat your brick“ (Übersetzung: Iss deine Steine) schon seit längerer Zeit praktiziert, wird nun in Deutschland auch die Umkehrhypothek oder auch Reverse Mortgage angeboten. Dabei kann der Hausbesitzer sein bereits abbezahltes und somit schuldenfreies Haus beleihen und bekommt dafür entweder einen einmaligen Betrag oder eine monatliche Rente ausgezahlt. Etwaige Zinsen und Tilgung werden erst im Falle eines Auszugs oder Todes fällig und können dann direkt mit dem Haus beglichen werden, welches in der Regel dann in den Besitz der Bank geht. Mögliche Erben erhalten dann nur den Wert der Immobilie abzüglich der bereits gezahlten Beträge.

Vorreiter für das Modell war in Deutschland das Unternehmen Immokasse, die dafür vom Frankfurter Finanzexperten Max Herbst als „innovativstes Produkt“ im Jahre 2009 ausgezeichnet wurden. Nachgezogen ist die Stiftung Liebenau, diese ist mit der „Zustifterrente“ bereits seit 2003 auf dem Markt und die Investitionsbank Schleswig-Holstein mit dem Darlehen „IB-Imorente“.

Doch das Modell der Umkehrhypothek ist in Deutschland noch nicht weitläufig bekannt, erst wenige hundert Verträge wurden abgeschlossen. Einen guten Überblick über den deutschen Markt bietet das Portal umkehrhypotheken.com In Großbritannien und vor allem den USA ist das Modell verbreiteter, so haben in den USA bereits 600.000 Kunden eine Umkehrhypothek abgeschlossen.

Doch sollten Interessenten nicht zu enttäuscht sein, wenn Sie die Angebote einholen. Ein Darlehen bei der Immokasse bietet für einen 65-Jährigen ungefähr 15 Prozent des Immobilienwertes, für eine 80-Jährigen ca. 35 Prozent. Zudem bietet sich das Modell nur für attraktive, schuldenfreie Immobilien, am besten in Großstädten, an. Für weniger attraktive Objekte auf dem Land ergibt sich kaum Profit.

Interessierten wird empfohlen sich vor Abschluss unbedingt unabhängig beraten zu lassen und nach Möglichkeit auf eine größere Auswahl auf dem Markt warten.